Die Orgel

Orgel Erlösekirche
Bildrechte: Heiko Seeburg

Die Orgel:

Seit 1965 erklingt die Orgel der Erlöserkirche in Deiningen. Im Jahre 1965 von der
Orgelbaufirma G.F. Steinmeyer, Oettingen erbaut. Sie befindet sich auf der Südseite der
Empore. Die Orgel hat ein moderne zeitgenössische Disposition. Diese, sprich welche
Register kommen in die Orgel, stammt von Kirchenmusikdirektor Otto Meyer aus Ansbach.
Sie wurde im Jahr 2002 von Orgelbaumeister Gerhard Schmid aus Kaufbeuren um sechs
Register erweitert und neu intoniert. Die neue Disposition der ergänzten Orgel stammt von
Kirchenmusikdirektor Walther Haffner aus Wassertrüdingen.


Die Orgel im Detail:

Die Orgel verfügt über zwei Manuale und Pedal. Nachstehend die Anordnung in den
Manualen. Die Spiel- und Registertraktur ist mechanisch, das heißt durch den Druck auf die
Taste wird über ein Holzgestänge im gleichen Moment die Öffnung zur Pfeife frei gegeben
und die Luft zur Tonerzeugung kann einströmen. Die Länge der Pfeifen wird in Fuß (´)
wiedergegeben. Zwei Dinge sind noch hervorzuheben:
Sie verfügt mit der 2002 eingefügten Oboe 8´ über ein Zungenregister, ein Jahr später kam
noch ein Zimbelstern hinzu. Bei Zungenpfeifen wird durch den Luftstrom eine Metallzunge
(Stimmzunge) in Schwingung versetzt und der dadurch entstehende Klang wird durch einen
Resonanzkörper (Becher) verstärkt, was einen etwas schnarrenden Ton erzeugt.
Der Zimbelstern wird hauptsächlich in den Weihnachtstagen eingesetzt. Wird das Register
aktiviert, ertönt aus der Orgel das Klingen (bzw. Klingeln) der Zimbeln, während nach außen
sichtbar der Stern rotiert. Dies dient dazu, einen feierlichen Akzent zu setzen.

Spieltisch Erlöserkirche
Bildrechte: Heiko Seeburg

Disposition: Die kursiv gesetzten Register wurden 2002 eingebaut.

I. Manual II. Manual Pedal
Prinzipal 8´ Gedeckt 8´ Subbass 16´
Rohrflöte 8´ Salicional 8´ Oktavbass 8´
Prästant 4´ Prinzipal 4´ Choralbass 4´
Flöte 2´ Gemshorn 4´
Mixtur 4-fach 1,1/3´ Oktave 2´
Quinte 2 2/3´
Terz 1 3/5´
Oboe 8´ Zimbelstern
Spielhilfen:
Koppel II/I = Die Register des zweiten Manuals werden zum ersten Manual dazu gekoppelt.
Koppel II/P = Die Register des zweiten Manuals werden zum Pedal dazu gekoppelt.
Koppel I/P = Die Register des ersten Manuales werden zum Pedal dazu gekoppelt.


Geschichte der Orgel:

Wie bereits erwähnt, wurde die Orgel 1965 von G.F. Steinmeyer aus Oettingen erbaut. Beim
Neubau der Erlöserkirche war lange nicht klar, wo das neue Orgelwerk stehen sollte.
Schließlich kam es auf die Südempore, was akustisch wie auch technisch nicht ganz einfach
war. Obwohl das Werk mit zwölf Registern klanglich relativ gut ausgestattet, fehlten doch ein
paar „Schmankerl“. Im Pedalwerk fehlte z.B. ein 8´-Register. Im Jahr 2002 wurde die Orgel
deshalb von Orgelbaumeister Gerhard Schmid aus Kaufbeuren gründlich überarbeitet und
um sechs Register erweitert. Enorm, was Schmid mit viel Geschick in der Orgel noch
unterbringen konnte. Er verbesserte auch die Intonation der Orgel, sprich ihren Klang. Die
Steinmeyer/Schmid-Orgel wird jetzt dem großen Kirchenraum gerecht und überzeugt mit
ihrem Klang.
Quelle: Orgeln im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Nördlingen von Dietrich Höpfner